Effizienz durch Self-Hosting: Strategisches KI-Kostenmanagement
Erfahren Sie mehr über unseren Weg zur Kostensenkung und zur Verbesserung des Produktverständnisses durch das Self-Hosting kritischer Infrastruktur, die Nutzung von Open-Source-Tools und den selektiven Einsatz von Cloud-Ressourcen.
29. Jan. 2026
Schon früh bemerkten wir einen Trend, dem viele wachsende Unternehmen begegnen: Mit der Vergrößerung unseres Teams stiegen die Abonnementkosten rapide an. Die monatlichen Gemeinkosten waren für unser Geschäftsergebnis nicht mehr sinnvoll. Diese Erkenntnis veränderte unsere Betriebsphilosophie. Anstatt standardmäßig eine 'Kauf'-Entscheidung für jeden Softwarebedarf zu treffen, beschlossen wir, unserem internen Self-Hosting Priorität einzuräumen.
Heute hosten wir fast alles selbst, von Aufgabenmanagern und technischen Notizen bis hin zu internen Hosting-Umgebungen. Wir verlassen uns nur auf die Cloud, wenn es unbedingt notwendig ist. Selbst bei unserem GPU-Cluster vermeiden wir direkte API-Aufrufe an Dienste wie Gemini. Da wir Hochvolumen-Risikointelligenz und KI-Verarbeitung handhaben, wäre die ausschließliche Nutzung externer APIs unerschwinglich teuer. Durch die Verwaltung unserer eigenen Infrastruktur erhalten wir ein klareres Verständnis unserer Kosten und bessere Überwachungsmöglichkeiten.
Über die finanziellen Einsparungen hinaus ist das Self-Hosting zu einem massiven Lernmotor für unser Team geworden. Es vermittelt jedem eine tiefere Perspektive darauf, was es braucht, um ein System aufzubauen und zu warten. Wenn man die Infrastruktur selbst verwaltet, lernt man, wie Systeme intern funktionieren, was ein Produkt 'gut' macht und wie man für echte Zuverlässigkeit baut. Es verwandelt unsere internen Abläufe in ein Trainingsfeld für technische Spitzenleistungen.
Ich möchte klarstellen: Ich bin dagegen, Tools von Grund auf neu zu entwickeln, wenn sie nicht mit der Kernvision unseres Unternehmens übereinstimmen. Wir wollen das Rad nicht neu erfinden. Dennoch werden wir fast immer eine bestehende Open-Source-Lösung selbst hosten, bevor wir ein kostenpflichtiges Abonnement in Betracht ziehen. So viele talentierte Menschen entwickeln unglaubliche Produkte und veröffentlichen sie als Open Source, und wir glauben daran, diese Innovation zu nutzen.
Wir haben mehrere leistungsstarke Tools in unseren Workflow integriert, die ich jedem Unternehmen, das mehr Kontrolle über seinen Tech-Stack gewinnen möchte, wärmstens empfehlen kann. Wir nutzen Projekte wie Plane für das Projektmanagement, Fizzy, Docmost und NocoDB. Zuvor haben wir auch GetOutline für unsere Dokumentation verwendet. Diese Tools sind robust, zuverlässig und haben es uns ermöglicht, effizient zu skalieren, ohne dass uns die "Abonnementsteuer" verlangsamt.
In meinem nächsten Beitrag werde ich näher auf die Tools eingehen, die wir verwenden, und unsere Erfahrungen teilen, was funktioniert hat und was nicht.